SAP® GTS in Österreich einführen: Diese Besonderheiten sollten Sie vor Ihrem Projekt kennen
Viele Unternehmen setzen SAP® GTS bereits erfolgreich für ihre internationalen Zollprozesse ein. Wird die Lösung jedoch auf Österreich ausgerollt, zeigt sich schnell: Die österreichischen Zollprozesse folgen zwar denselben europäischen Rechtsgrundlagen, unterscheiden sich in der praktischen und technischen Umsetzung jedoch deutlich von Deutschland.
Wenn diese Unterschiede erst während des Projekts sichtbar werden, führt das häufig zu zusätzlichem Aufwand, Verzögerungen im Testbetrieb und unnötigen Anpassungen.
Typische Herausforderungen sind:
- Das deutsche SAP® GTS-Customizing lässt sich nicht eins zu eins übernehmen.
- Die österreichischen Zollsysteme ACCS und e-zoll unterscheiden sich technisch und fachlich vom deutschen ATLAS-System.
- Österreich verwendet andere behördliche Prozessabläufe, Prüfregeln und technische Kommunikationswege.
- Viele internationale SAP® GTS-Berater kennen diese Besonderheiten nicht.
- Projektteams müssen sich kurzfristig mit österreichischen Zollprozessen vertraut machen.
Sie planen aktuell ein SAP® GTS-Projekt für Österreich? Dann fordern Sie unsere Webinar-Unterlagen an oder sprechen Sie direkt mit unseren Experten.
SAP® GTS in Österreich ist kein deutsches Projekt
Eine bestehende SAP® GTS-Landschaft aus Deutschland kann nicht ohne Weiteres auf Österreich übertragen werden.
Die Unterschiede beginnen bereits bei den behördlichen Prozessabläufen. Während in Deutschland ATLAS die Prozesse und technischen Rahmenbedingungen bestimmt, gelten in Österreich eigene Anforderungen. Auch die Prüfungen unterscheiden sich: Neben Vorgaben der Europäischen Union und nationalen Anforderungen sind Business Rules zu berücksichtigen. In Deutschland orientieren sich entsprechende Prüfungen dagegen unter anderem am Implementierungshandbuch.
Auch technisch bestehen Unterschiede. In Österreich erfolgt der Datenaustausch über Webservices. Im deutschen ATLAS-Umfeld kommen dagegen unter anderem FTAM und IPSec-Tunnel über ein Clearing-Center zum Einsatz. Hinzu kommen unterschiedliche Rahmenbedingungen für Tests und Zertifizierungen: Österreich stellt ein dauerhaftes Testsystem bereit, während in Deutschland ein Probebetrieb beantragt wird. Auch bei der Zertifizierung unterscheiden sich die Verfahren.
Diese Unterschiede wirken sich unmittelbar auf die Konzeption, das Customizing, die Tests und die technische Anbindung eines SAP® GTS-Projekts aus.

Direkte Kommunikation mit der österreichischen Zollbehörde – ohne Clearing-Center
Deutsche SAP® GTS-Kunden kommunizieren häufig über ein Clearing-Center mit ATLAS.
In Österreich funktioniert die Kommunikation anders.
Der prodata SAP® GTS Connector kommuniziert mit den österreichischen Zollsystemen über die WebService-Funktionalität von SAP® NetWeaver beziehungsweise der S/4HANA Foundation für SAP GTS for HANA Edition. Die Nachrichten werden direkt zwischen Ihrem SAP® GTS-System und der Zollbehörde ausgetauscht. Ihre Daten bleiben dabei vollständig in Ihrer eigenen Systemlandschaft.
Das reduziert zusätzliche Kommunikationswege und vereinfacht die technische Architektur.

Österreichische Besonderheiten direkt in SAP® GTS berücksichtigen
Ein weiterer Unterschied betrifft die fachlichen Prüfungen.
Die europäischen zollrechtlichen Vorgaben werden in Österreich durch nationale Regelungen ergänzt. Dadurch müssen Unternehmen neben den Vorgaben der Europäischen Union auch österreichische Anforderungen berücksichtigen. Dazu gehören insbesondere nationale Maßnahmen sowie österreichische Verbote und Beschränkungen.
Mit dem Zusatzmodul pTaric4GTS werden die dafür relevanten Informationen direkt in SAP® GTS bereitgestellt. Tagesaktuelle TARIC-Daten und automatisierte Prüfungen unterstützen die Anwender dabei, die österreichischen Anforderungen bereits im Zollbeleg zu berücksichtigen.
Dadurch können Anwender:
- aktuelle TARIC-Maßnahmen direkt prüfen,
- österreichische Verbote und Beschränkungen berücksichtigen,
- Lösungsvorschläge für erforderliche Dokumentencodierungen direkt im SAP® GTS-Beleg nutzen,
- relevante Codelisten automatisch aktualisieren,
- manuelle Aufwände reduzieren.
Anstatt die notwendigen Informationen manuell aus unterschiedlichen Quellen zusammenzutragen, stehen relevante Prüfinformationen unmittelbar im SAP® GTS-Prozess zur Verfügung.

Projekte schneller umsetzen – mit österreichischer SAP® GTS-Erfahrung
Ein erfolgreicher Go-Live hängt nicht nur von der Technik ab.
Ebenso wichtig ist die Erfahrung mit österreichischen Zollprozessen.
prodata begleitet SAP® GTS-Projekte seit vielen Jahren und unterstützt Unternehmen unter anderem mit:
- Dokumentationen für das österreichische Customizing,
- Best-Practice-Einstellungen,
- Unterstützung während der Testphase,
- Know-how zu AES, AIS und NCTS,
- direktem Austausch mit dem Bundesministerium für Finanzen.
Gerade bei Änderungen durch neue Zollverfahren oder System-Releases profitieren Unternehmen von dieser Erfahrung.
Erfolgsfaktoren für einen stabilen Go-Live
Für einen stabilen Produktivstart müssen die österreichischen Besonderheiten von Beginn an in das Projekt einbezogen werden. Dazu gehört insbesondere, die vorgesehenen Prozesse mit den Behörden zu testen und die jeweils relevanten Systemwelten zu berücksichtigen. Je nach Projektphase können beispielsweise ACCS und e-zoll Import parallel eine Rolle spielen.
Ebenso wichtig ist der Wissenstransfer innerhalb des Projektteams. Neben dem Fachbereich und der IT sollten auch die beteiligten SAP® GTS-Berater mit den österreichischen Anforderungen vertraut gemacht werden.
prodata unterstützt SAP® GTS-Projektteams mit lokaler Österreich-Expertise insbesondere bei:
- dem Auslieferungscustomizing für Österreich,
- dem Aufbau der Dokumentenkategorien und dem Laden der erforderlichen Codelisten,
- einer umfangreichen praxisorientierten Dokumentation zur Einrichtung,
- Tests und dem Go-Live,
- der Abstimmung mit den österreichischen Behörden.
So werden österreichische Anforderungen nicht erst kurz vor dem Produktivstart sichtbar, sondern bereits bei Einrichtung und Test des Systems berücksichtigt.
Welche Alternativen gibt es?
SAP® GTS Standard
SAP® GTS bildet internationale Zollprozesse umfassend ab.
Für Österreich müssen jedoch nationale Besonderheiten, Kommunikationswege und landesspezifische Anforderungen zusätzlich berücksichtigt werden.
Internationale SAP® GTS-Beratung
Internationale Beratungspartner verfügen häufig über umfangreiche Erfahrung mit globalen Rollouts.
Bei österreichischen Zollprojekten fehlt jedoch mitunter die praktische Erfahrung mit ACCS, e-zoll, den unterschiedlichen Prüfanforderungen und den technischen Besonderheiten der österreichischen Behördenkommunikation.
prodata
prodata ist SAP®-Partner mit Spezialisierung auf Zoll-, Außenhandels- und Trade-Compliance-Lösungen.
Mit dem prodata SAP® GTS Connector, pTaric4GTS und langjähriger Projekterfahrung unterstützt prodata Unternehmen gezielt bei der Einführung von SAP® GTS in Österreich.
Häufig gestellte Fragen
Kann ein deutsches SAP® GTS-Projekt unverändert in Österreich übernommen werden?
Nein. Österreich hat eigene behördliche Prozessabläufe, Prüfanforderungen und technische Kommunikationswege. Diese Besonderheiten müssen bei Customizing, Anbindung und Tests berücksichtigt werden.
Benötige ich für Österreich einen eigenen Connector?
Für die Kommunikation mit den österreichischen Zollsystemen wird eine landesspezifische Anbindung benötigt. Der prodata SAP® GTS Connector erweitert Ihr SAP® GTS um diese Kommunikation.
Unterstützt prodata auch den Testbetrieb?
Ja. prodata unterstützt Kunden bei Tests, Fehleranalysen und der technischen Kommunikation mit den österreichischen Zollsystemen.
Welche Vorteile bietet pTaric4GTS?
pTaric4GTS stellt tagesaktuelle TARIC-Daten bereit, erweitert die Unvollständigkeitsprüfungen um aktuelle TARIC-Maßnahmen und österreichische Verbote und Beschränkungen und stellt Lösungsvorschläge für Dokumentencodierungen direkt im SAP® GTS-Beleg bereit. Zusätzlich werden relevante Codelisten automatisch aktualisiert. Dadurch lassen sich manuelle Aufwände reduzieren.
Begleitet prodata auch die Einführung?
Ja. Neben der technischen Anbindung unterstützt prodata Unternehmen unter anderem beim österreichischen Customizing, beim Aufbau von Dokumentenkategorien und Codelisten, bei Tests sowie beim Go-Live.
Planen Sie ein SAP® GTS-Projekt für Österreich?
Die Einführung von SAP® GTS in Österreich bringt spezifische technische und fachliche Anforderungen mit sich. Werden diese bereits bei Konzeption, Customizing und Tests berücksichtigt, lassen sich unnötige Anpassungen und Risiken beim Go-Live reduzieren.
Fordern Sie jetzt die Unterlagen unseres Webinars an oder vereinbaren Sie ein persönliches Beratungsgespräch mit unseren SAP®- und Zollexperten. Gemeinsam zeigen wir Ihnen, wie Sie SAP® GTS erfolgreich für österreichische Zoll- und Versandanmeldungen einsetzen.
